Peinlich: Merkel lädt sich selbst in ZDF-Sendung ein

Der Ruf nach der Ablösung Merkels wird immer lauter – nicht nur in Cottbus

(David Berger) Wie die „Bild“ erfahren hat, hat sich Angela Merkel offensichtlich selbst in die ZDF-Sendung „Berlin direkt“ am kommenden Sonntag Abend eingeladen. Ein äußerst ungewöhnlicher Vorgang.

Wer einmal mit den großen Medien zu tun hatte, weiß es: Wer sich selbst für einen Platz auf dem Talkshowsessel oder für das Gastpult in einer Nachrichtensendung anbietet, verringert dadurch seine Chancen, dort jemals aufzukreuzen, ganz deutlich.

Selbsteinladungen sind ein No go in der Medienwelt. Wenn sie von völlig unerfahrenen Leuten kommen, werden sie einfach ignoriert, kommen sie aber von Prominenten, lästert in der Regel die ganze Redaktion über das Geltungsbedürfnis bei jenem Promi, der um eine Einladung bettelt. Wenn es Spitzenpromis sind, dann bekommt das ganze sogar eine ganz besondere Relevanz.

So berichtet die „Bild“ soeben: “ Mit Spannung blickt nicht nur die Partei [CDU] jetzt auf Merkels Auftritt im ZDF am Sonntag („Berlin direkt“, 19.10 Uhr).

Nach BILD-Informationen soll sich die Kanzlerin über ihre Mitarbeiter selbst in die Sendung eingeladen haben. Das ist – zumindest für Merkel – ein sehr ungewöhnlicher Vorgang.

Normalerweise sind es die Journalisten, die um Interviews bitten, nicht die Politiker. Gerade die Kanzlerin ist nicht dafür bekannt, gerne und freiwillig Interviews zu geben, wenn sie keinen Anlass sieht.“

Kommentar (David Berger): Offensichtlich hat sonst selbst gut von der Realität abgeschirmte Merkel bemerkt, dass es in der Partei wegen des katastrophalen Ergebnisses der GroKo-Verhandlungen heftig brodelt. Und möchte jetzt im ihr ganz ergebenen Staatsfunk den Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen. Da fehlt es eigentlich nur noch, dass die von Merkel gewünschten Fragen bereits an die Redaktion von „Berlin direkt“ gesendet werden.

Spätestens mit diesem Schritt Merkels ist der Verdacht kaum noch zurückzuweisen, dass die Gier nach Machterhalt bei Merkel wahnhafte Formen angenommen hat. Diese Machtgier brachte die geschäftsführende Kanzlerin nicht nur dazu, ihre eigene Partei mit den GroKo-Plänen tief zu demütigen. Sie schreckt nun auch nicht mehr vor einer solch krassen Selbstdemütigung und dadurch auch Beschädigung des Amtes zurück.

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