Deutsche Welle strebt höheren Etat an

Die Deutsche Welle strebt eine dauerhafte und signifikante Erhöhung ihres Etats auf ein ähnliches Niveau wie die beiden vergleichbaren europäischen Auslandssender France Médias Monde/TV5 Monde und BBC World an.

Dies geht aus dem Entwurf der Aufgabenplanung des deutschen Auslandssenders für die Jahre 2018 bis 2021 hervor, den die Bundesregierung als Unterrichtung vorgelegt hat. Während der französische Sender über einen Jahresetat von 389 Millionen Euro und der britische Sender von 523 Millionen Euro verfügt, stand der Deutschen Welle 2017 der Bundeszuschuss in Höhe von 326 Millionen Euro aus dem Haushalt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zur Verfügung. Für ausgewählte Programmprojekte gingen weitere Förderungen in Höhe von rund sechs Millionen Euro aus dem Haushalt des Auswärtigen Amtes und 1,5 Millionen Euro aus dem Haushalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung an den Auslandssender.

Nach Ansicht der Deutschen Welle wird nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union dem deutschen Auslandssender eine wichtigere Bedeutung bei der weltweiten Vermittlung von Werten und Positionen aus Sicht der EU-Mitgliedstaaten zukommen. Bis 2021 will der Sender seine Reichweite von 157 Millionen auf 210 Millionen wöchentliche Nutzerkontakte erweitern. Laut ihrem Evaluationsbericht 2017, den die Deutsche Welle als Unterrichtung vorgelegt hat, erreicht sie 85 Millionen ihrer wöchentlichen Nutzer über ihr TV-Programm, 36 Millionen über ihr Radioprogramm und weitere 36 Millionen über ihr Online-Angebot.

Inhaltlich will sich die Deutsche Welle auf die weltweite Stärkung der Meinungsfreiheit und Demokratie in Zeiten von Terrorismus, Propaganda, Flucht und Migration konzentrieren. Dabei zahle es sich aus, dass der Auslandssender „stets unabhängig und ausgewogen berichtet“, heißt es im Evaluationsbericht. In 50 repräsentativen Befragungen in 58 Ländern hätten 96 Prozent der Befragten die DW-Informationen als „vertrauenswürdig“ eingestuft. Im Jahr 2012 habe dieser Wert noch bei 89 Prozent gelegen.

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