Limburg: „Ein LKW“, „ein Mann“ und viel Alkohol waren schuld – wer sonst?

Ausländische Medien auf dem gesamten Globus bezeichnen das Limburger LKW-Attentat eines Syrers als das, was es war: einen Terroranschlag – nur in Deutschland nicht.

Foto: Screenshot/Youtube

Hier zeugt die Berichterstattung der meisten Zeitungen und TV-Sender von einem großangelegten, geradezu wahnwitzigen Vertuschungs- und Verharmlosungsversuch. Aus dem Fall Anis Amri hat man offensichtlich nicht das Geringste gelernt.

Zunächst einmal konnte man den meisten aktuellen Schlagzeilen Erstaunliches entnehmen: dass nämlich anscheinend lange vor Einführung des 5G-Digitalfunkstandards das Autonome Fahren in Deutschland bereits verwirklicht ist: Der eigentliche Täter von Limburg war gar kein polizeibekannter syrischer Araber ohne Aufenthaltsstatus, sondern ein LKW, der anscheinend eigenmächtig beschlossen hatte, sich selbst zu stehlen und in eine Reihe an der Ampel wartender Autos zu rasen. Bei „n-tv“ war man besonders kreativ in dem Bemühen, um jeden Preis den Sachverhalt zu bagatellisieren und den Täter – einen abgelehnten Asylbewerber – aus der „populistischen“ Schusslinie zu bringen: Zuerst hieß die Meldung „LKW rast in Autos„, dann folgte die Frage „Terrorakt oder Unfall?„, deren Antwort die nächste Version vorwegnahm: „Gestohlener LKW kracht in acht Autos„. Welch ein Pech, ein Blechunfall also! Da standen zufällig ein paar Autos herum, und „krach“ hat es gemacht…

Bei Tag24 war gar rührselig vom „Laster-Drama von Limburg“ die Rede: Mitleid mit dem bedauerlicherweise verbeulten Laster, der ebenso zum Opfer des unglücklichen Geschehens wurde? Und folgt man der Berliner Morgenpost, dann geschah in Limburg ein „LKW-Angriff„. Wer kennt sie nicht, die berüchtigten Angriffe der Killer-Lastwagen, die sich herrenlos aus heiterem Himmel in Bewegung setzen und zur Attacke übergehen? Den Vogel aber schoss wieder einmal die ARD ab: In der Tagesschau wurde der Anschlag zum „LKW-Vorfall“ heruntergespielt.

Foto:Screenshot

Wer sich grundsätzlich ein wenig fundierter informieren will, dem bleibt also auch diesmal wieder keine andere Wahl, als entweder die freien Medien der Gegenöffentlichkeit zu rezipieren – oder sich über „Feindsender“, also die ausländische Presse, schlau zu machen. Deren Journalisten stellen immerhin – anders als ihre deutsche Kollegen – noch einen neutralen öffentlichen Informationsauftrag über Volkserziehung und betreutes Denken. „Deutsche Terror-Attacke: Syrer mit ‚Terrorverbindungen‘ verletzt neun Menschen durch LKW-Karambolage“ titelte der britische „Express„. „Le Monde“ bringt als Überschrift: „In Deutschland wird der LKW-Fahrer inhaftiert, der seinen Laster gezielt in andere Autos lenkte„. Beim „Independent“ lautete der Aufmacher: „LKW-Attacke in Deutschland: Polizei untersucht mögliche Terrormotive„. „Fox News“ schreibt: „LKW-Attacke mit 8 Verletzten wird als möglicher Terrorakt verfolgt, Syrer verhaftet„.

Artenschutz für den Täter

Diese beliebig fortzusetzende Auswahl ausländischer Meldungen beweist folgendes: Nirgendwo hat man offenbar a) ein Problem mit dem Begriff „Terror“ und b) mit der Erwähnung des Täters. Da letzterer, als Muslim, in Deutschland jedoch strengen Artenschutz genießt und zudem auch noch „Schutzsuchender“ ist, mithin Profiteur des notorisch rechtsbrüchigen Merkel’schen Kamikaze-Flüchtlingskurses und der Politik der fahrlässig-offenen Grenzen, tun deutsche Systemschreiberlinge genau das, was von ihnen erwartet wird: Unter dem faulen Vorwand der angeblichen Spekulationseindämmung wird das Faktengerüst soweit ausgedünnt, bis der Täter am Ende als ein unbedeutender Komparse fast ganz aus der Berichterstattung verschwindet oder sein Zutun zur Nebensache wird. Für die „Welt“ war es dann gestern abend schließlich nur noch „der Mann„, der in Gewahrsam genommen wurde. Für alles weitere war wohl der gekaperter Speditions-LKW alleine verantwortlich.

Das unerträgliche Herumgedruckse und Verharmlosen in den Newsfeeds und Reportagen erinnert fatal an die Berichterstattung zum Berliner Breitscheidplatz-Attentäter Anis Amris vor knapp drei Jahren, oder zur Greueltat des ICE-„Bahnhofsstubsers“ Habte Araya. In beiden Fällen wurde früh alles unternommen, um die Täter aus dem Fokus des öffentlichen Interesses zu rücken und so in Schutz zu nehmen – bloß kein „Wasser auf die Mühlen“ von AfD und bösen „Rechten“, das ist alles, was deutsche Medienschaffende fürchten, und in der Erfüllung dieses Ziels verraten sie ihren Berufsethos wieder und wieder. Bei Amri war es ebenfalls anfangs nur „ein LKW“ der Hauptschuldige. Und bei Araya, der den von ihm ins Gleis gestoßenen 8-jährigen Bub auf dem Gewissen hat, verstieg man sich sehr früh auf die These vom psychisch unzurechnungsfähigen, verwirrten und somit nicht schuldfähigen Einzeltäter; ein immer beliebteres Erklärungsmuster, um das zu widerlegen, was einfach nicht sein darf.

Keine Ermittlungen wegen „Terrorverdacht“ – es war der Alkohol

Dasselbe erleben wir auch aktuell wieder: Wo die Redakteure partout nicht umhin kommen, sich mit Herkunft und Hintergrund des Limburger Täters mit dem Vornamen „Mohammed“ auseinandersetzen (insbesondere mit dessen vierjähriger Vita als deutscher „Flüchtling“, die u.a. von Drogendelikten, schwerer Körperverletzung und sexueller Belästigung einer 16-jährigen geprägt ist), halten sie sich auffallend zurück und werden schmallippig. Dafür wird „Mohammeds“ Alkoholpegel zur Tatzeit hervorgehoben; ebenso der Umstand, dass dieser zu islamistischen Netzwerken angeblich keine Kontakte hatte, wie Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier betonte. In Limburg war der Attentäter mit seinem Cousin unterwegs gewesen und hatte dort mit ihm anscheinend reichlich getrunken; für die hessische Generalstaatsanwaltschaft ist das ernsthaft Grund genug, nicht weiter in Richtung Terrorverdacht zu ermitteln: „In Ermittlerkreisen werde derzeit nicht von einem terroristischen Hintergrund der LKW-Fahrt in Limburg ausgegangen„, so die „Hessenschau„, die folgerichtig sogleich von einer „Amok-Fahrt“ schrieb (Stichwort: „Unzurechnungsfähigkeit“) und vermeldete, für die Polizei stehe nun „die Suche nach Gründen“ im Fokus. Natürlich darf hier, um Islamophobie vorzubeugen, weder die Religion noch der abgelehnte Flüchtlingsstatus eine Rolle spielen, Obacht! Und überhaupt: Welcher Islamist würde schon koranwidrig dem Alkohol zusprechen?

Damit liegt der Fall klar, und deutsche Profi-Kreidefresser in Politik und Medien können Entwarnung geben. Merke: Ein Terroranschlag ist nur ein Terroranschlag, wenn der Täter einer eingetragenen Terrororganisation angehört (auch wenn es Schwerverletzte oder Tote gibt); ansonsten ist er entweder betrunkener, frustrierter, traumatisierter Einzeltäter – oder geistig unzurechnungsfähig. Und vor allem darf seine muslimische Identität natürlich keinerlei Rolle spielen – selbst wenn der Mann nach dem Terrorakt mehrmals „Allah“ ausstieß: Nichts hat mit nichts zu tun, außer natürlich mit dem Promillepegel.

Für alle anderen, nicht-muslimischen Straftäter ohne arabischen oder afrikanischen Migrations- und „Flucht“-Hintergrund hingegen, die irgendwann zufällig einmal dieselbe Straßenseite wie ein IB-Mitglied oder ein „Reichsbürger“ benutzt haben, gilt freilich das genaue Gegenteil: Hier heißt es „bei Verdacht schuldig„, und der Staatsschutz tritt auf den Plan. Es ist dieselbe unerträgliche Einseitigkeit wie bei den Medien:

Beim nächsten „Anschlag von rechts“ werden wir wieder miterleben, wie deutsche Journalisten all das dazudichten und dramatisch aufbauschen, was sie bei Vorfällen wie jetzt in Limburg weglassen oder kleinreden.

Auch wenn der Terrorismus-Experte der ARD noch immer offen lassen will, ob es sich tatsächlich um einen Terroranschlag handelt: Die Informationen – u.a. von ZDF und SWR – mehren sich, nach denen der gestrige Vorfall, bei dem ein gestohlener Lkw gegen 17.20 Uhr in Limburg in mehrere Autos raste, ein islamistischer Terroranschlag war.

Fakten zum derzeitigen Zeitpunkt

  • Der Täter soll syrischer Herkunft und 32 Jahre alt sein und Omar A. I. heißen (andere Quellen: Mohammed)
  • Er soll sich auf Allah berufen haben – so die Bildzeitung, die sich wiederum auf Augenzeugenberichte beruft. Auch die FNP berichtet: „Zu den Ersthelfern gehörte auch eine Gruppe von Joggern, darunter eine Frau. Auch sie soll versucht haben, dem Unfallverursacher zu helfen.
  • Er soll Arabisch gesprochen haben. Weil er versucht haben soll, sie anzugreifen, und angeblich von „Allah“ gesprochen habe, soll die Gruppe den mutmaßlichen Täter festgehalten haben, berichten die Ersthelfer.“
  • Auch SPON schreibt nun, dass er bei der Festnahme „Allah“ gerufen hat. Bislang wurde bei der Durchsuchung der Wohnung des Täters kein muslimisches Propagandamaterial gefunden, die Auswertung der beschlagnahmten Datenträger hat aber erst begonnen.
  • Er soll sich seit 2015 mit subsidiärem Schutz in Deutschland aufhalten. Seit 1. Oktober 2019 hat er keinen gültigen Aufenthaltstitel mehr.

  • Der Täter soll bereits zuvor mehrfach versucht haben, LKws zu kapern.
  • Er ist wegen Gewalt- und Drogendelikten schon länger polizeibekannt.
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