So dreist lügen ARD & ZDF über Leipzig

Chefredakteur fordert faktisch ein Demo-Verbot

Boris Reitschuster kritisiert in einem Blog-Artikel die Berichterstattung über die Querdenker-Demonstration vom vergangenen Wochenende. Sein Motiv: „In 16 Jahren als Korrespondent in Moskau bin ich allergisch geworden gegen Ideologen, Sozialismus-Nostalgiker und Journalisten-Kollegen, die brav die Regierung loben und umso heftiger die Opposition kritisieren“. Er schreibt in seinem lesenswerten Beitrag u.a.:

Gäbe es für Agitation und Propaganda eine nach oben offene Richterskala wie für Erdbeben, dann wären ARD und ZDF heute sicher auf fünf oder sechs Punkte gekommen. Ich bin normalerweise sehr vorsichtig mit solchen Urteilen. Aber als jemand, der in Leipzig die Demos vor Ort erlebt und dokumentiert hat, tut man sich schwer, kühl zu bleiben und freundliche Worte zu wählen, wenn man im Fernsehen eine Pervertierung dessen sieht, was dort geschah. Umso mehr, wenn man das auch noch zwangsweise bezahlen muss.

Ganz vorne an der Propaganda-Front wie immer so oft Rainald Becker. Der Mann, der etwas DDR-Charme versprüht, ist Chefredakteur der ARD. Ein älterer grauer Herr mit griesgrämigem Gesichtsausdruck, der agiert wie ein Regierungssprecher. Im Mai sagte er: „Der Status quo ante, also zurück zur alten Normalität, ist vielen Wirrköpfen, die sich im Netz (…) tummeln, nachgerade ein Herzensanliegen. All diesen Spinnern und Corona-Kritikern sei gesagt: Es wird keine Normalität mehr geben wie vorher. Madonna, Robert de Niro und rund 200 andere Künstler und Wissenschaftler fordern zurecht, nach der Corona-Krise Lebensstil, Konsumverhalten und Wirtschaft grundlegend zu ändern. Diese weltweite Pandemie muss zu etwas Neuem führen.“.

Der Medienkritiker Stefan Schulz schrieb über Becker: „Der ARD-Chefredakteur Rainald Becker bejubelt das Regierungshandeln regelmäßig auf eine Weise, die sogar Regierungssprecher Steffen Seibert peinlich wäre.“ So wünschte sich der öffentlich-rechtliche Journalist auf dem Bildschirm etwa kaum verhohlen einen grünen Kanzler.

Jetzt kommentierte Becker vor Millionen Zuschauern in den Tagesthemen die Leipziger Demo auf eine Weise, die man nur mit Fremdschämen quittieren kann. „Dass das Oberverwaltungsgericht Bautzen Tausenden Corona-Kritikern in der Leipziger Innenstadt erlaubt hat, ihren Zorn auszuleben, ist nicht nur unverständlich, es ist skandalös.“ Was für eine dreiste Lüge! Wo bitte haben Tausende Zorn ausgelebt? Ich habe sechs Stunden von der Kundgebung gestreamt, Zorn gab es nur in einer Szene durch Provokateure und von Gegendemonstranten. Ansonsten war die Atmosphäre friedlich und freundlich (anzusehen hier). Weiter sagt Becker: „Dabei geht es nicht um das Demonstrations- und Versammlungsrecht, es geht vielmehr um Massenaufläufe, bei denen mit Ansage auf Abstand und Maske gepfiffen wird.“ Auch das stimmt nicht. Hätte Becker sich die Mühe gemacht, Videoaufnahmen anzusehen, hätte er sich überzeugen können, wie die Veranstalter oft und vehement zur Einhaltung der Abstände aufgerufen haben. Was die Masken angeht – hat Becker kontrolliert, wie viele Anwesende ein Attest hatten? Die Polizei hat es nicht …

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